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IND 6 in der Herbstsaison

von Felicitas Ferder

IND 6 tritt mit der Stammmannschaft Gerwin Bracek, Felicitas Ferder und Martin Kink an. Leider war Gerwin in der zweiten Herbsthälfte verhindert, deshalb kamen einige Ersatzspieler dran, für deren Einsatz ich mich hier nochmals herzlich bedanken möchte.

Zwei Drittel unserer Mannschaft sind ja heuer neu in der 1. Klasse, nach glamourösem letztjährigen Aufstieg. Unser letztjähriges drittes Drittel, Martin Fuchs, verhilft heuer Kathi und Tobi zum hoffentlich Aufstieg in die Gebietsliga – viel Glück euch weiterhin! Unser Saisonziel ist etwas bescheidener: Wir kämpfen um einen Platz im Mittelfeld (das böse A.-Wort nehme ich hier nicht in den Mund!)

Im ersten Spiel kam es gleich zur internen Partie. Beide Mannschaften traten aber nicht in Normalbesetzung an, da viele Spieler noch in sommerlichen Urlaubsgefilden weilten und die Stammmannschaftsspieler zum großen Teil bei anderen Mannschaften aushalfen. Das Ergebnis war trotzdem das erwartbare: klarer Sieg für IND 5.

Das nächste Spiel gegen Post 4 – unser erstes Spiel in unserer neuen zweiten Heimat, der VS Mariagrün – stellte sich im Nachhinein als sehr wichtiges heraus. Das Spiel war von unserer Leistung her etwas durchwachsen, ich spielte gut, Gerwin und Martin waren noch ein wenig auf der Suche nach ihrer Form. Die Postler haben, wie man sie kennt, gut geblockt und den ein oder anderen schnellen Schuss getroffen. Die Gegner in Bewegung halten und genug Variation im eigenen Spiel war das Mittel der Wahl. Schlussendlich hat es für uns zu drei Punkten gereicht – 6:4 für IND 6.

Unser Saisonanfang brachte uns gleich alle großen Kaliber der 1. Klasse. In der ersten Runde unsere Vereinskollegen, in Runde drei und vier die beiden anderen Tabellenspitzenmannschaften ATSE und UWK 3. In beiden Partien hatten wir keine Chance. Gegen ATSE konnten wir zwei Siege holen, gegen UWK leider keinen einzigen. Die Spiele waren aber durchaus sehenswert. Gegen die deutlich stärkeren Gegner hatten wir nichts zu verlieren und konnten locker aufspielen. Martin und Gerwin haben diese Chance gut genutzt, um sich in Form zu spielen. Bei mir war es leider umgekehrt, bei mir ist es ein bisschen zu viel der Lockerheit geworden und mir ist ab diesen Runden ein wenig die Konzentration und Spannung verloren gegangen. Im Rest der Saison habe ich nicht sehr schlecht gespielt, aber auch nicht ganz das, was ich kann.

In Folge ging es dann gegen Mannschaften, die wir an guten oder sehr guten Tagen schlagen können. Leider hat es meistens nicht gereicht. Trotzdem haben wir Nerven und auch die Motivation behalten und wenigstens zwei wichtige Spiele gewinnen können. Ansonsten hat es leider zum Teil klare Niederlagen gegeben.

Gegen Laßnitzhöhe hatten wir große Schwierigkeiten gegen die Belagspieler. Vor allem gegen Gerhard Rauch hat keiner von uns auch nur irgendein Rezept gefunden, alle drei haben 3:0 gegen ihn verloren. Gegen Herbert Schuchlenz konnten Gerwin und Martin Punkten. Gegen Horst Watzka konnte Gerwin gewinnen. Damit war’s das aber. Schade, es wäre mehr drinnen gewesen. Endstand: 6:3 für Laßnitzhöhe. Gegen Münzgraben 4 half Bernhard aus. Er kam zwar zu spät, weil er meine ausführlichen Anfahrtsinstruktionen nicht ganz befolgt hat ;-), als er dann aber da war, ließ er nichts anbrennen: Alle drei Partien 3:0 gewonnen! Auch Martin und ich haben unser Soll gut erfüllt – Endstand: 6:2 für Indigo. Gegen Feldkirchen konnten Martin und ich leider nur zu zweit antreten. Wir haben eine recht gute Leistung gezeigt, ich kenne die Feldkirchner ja schon vom letzten Jahr aus der 2. Klasse und mir hilft es sehr, wenn ich Gegner schon kenne: bei meinem eigenen Spiel, aber auch, weil ich dann besser coachen kann. Zu dritt hätte vielleicht ein Sieg rausschauen können, so mussten wir uns mit 6:3 geschlagen geben. Dann kam eine sehr enttäuschende Partie. Auch gegen Münzgraben 5 haben wir uns vorher durchaus Chancen ausgerechnet, aber an diesem Tag haben wir alle (als Ersatzspieler kam diesmal Paul Ortner zum Einsatz) nicht gut gespielt: nicht gut bewegt, nicht gut getroffen, mit den Schnittvarianten der Gegner nicht umgehen können, immer am Dem-Ball-Hinterherlaufen gewesen, zu schnell die Nerven verloren. Trauriges Resultat: 7:0 für die Gegner. In der Woche darauf half uns Peter Rebol in der Unionhalle „auswärts“ gegen UWK 4. Wir haben akzeptable Leistungen gezeigt, das letzte „Eitzerl“ hat leider oft gefehlt: 6:3 für UWK. Gleich darauf ging es gegen UWK 5 – eines jener Spiele, die wir unbedingt gewinnen mussten. Da in den letzten beiden Partien leider auch Martin verhindert war, kamen neue Ersatzspieler zum Einsatz. Pasha konnte uns aushelfen, da die Herbstsaison in der 2. Klasse bereits beendet war. Er hat sich zuerst ein wenig an das Niveau in der ersten Klasse gewöhnen müssen, aber insgesamt gute Leistungen gezeigt. Pasha spielt eine gute Mischung zwischen starken Angriffsbällen und sicherer Verteidigung und soweit ich das in den zwei Partien beobachten konnte, scheint er vor allem ein gutes taktisches Verständnis für das Spiel zu haben. Gegen UWK 5 kamen zudem im Doppel Peter Rebol und im Einzel Michi Rebol zum Einsatz. Das Doppel konnten Pasha und Peter gewinnen. Michi schlug sich im Einzel sehr gut. Das erste Spiel gegen Emil konnte er – mit der Hilfe von Tobi, der für diese wichtige Partie nach dem Schülertraining noch zum Coachen und Anfeuern in Mariagrün geblieben ist, danke dafür! – gleich für sich entscheiden. Im zweiten gegen Max hatte er leide das Nachsehen, aber insgesamt sicher ein erfolgreiches Schnuppern in die 1. Klasse. Pasha konnte alle seine Spiele gewinnen – vor allem das erste Spiel gegen Cindy war eine Nervenschlacht und toll, dass er das 3:2 geholt hat. Ich hatte zwar auch an dem Tag meine spätherbstlichen Bewegungs- und Konzentrationsprobleme, konnte aber gegen Max alle taktischen Finessen auspacken und 3:1 gewinnen. Gegen Cindy hat aber leider die Klugheit alleine nicht mehr gereicht, da hätte es auch Beinarbeit und Zielwasser gebraucht; aber egal, denn das erfreuliche Gesamtresultat: 6:2. In der letzten Partie ging es auswärts gegen Post 3. Nach einem tollen, sehr, sehr spannenden Doppel, das Peter und Pasha leider ganz knapp 3:2 verloren geben mussten, haben uns die beiden Jugendspieler David und Sebastian, die sich in den letzten Monaten unglaublich gesteigert haben, und Renates Beläge ordentliches Kopfzerbrechen bereitet. Peter konnte gegen Renate und David gewinnen, Pasha gegen Sebastian, dann war’s das aber auch schon: 6:3 für Post.

Am Ende der Herbstsaison können wir sagen: Wir haben keine Angst vor dem A.-Wort! Wenn man Drittletzter ist, wäre es lächerlich zu sagen, der Abstieg ist kein Thema für uns, trotzdem: Es ist Luft nach oben da. Die ersten drei Mannschaften sind sicherlich völlig außer Reichweite, da ist nichts zu holen. Dahinter jedoch sind zwar alle Gegner sehr, sehr ernst zu nehmen und auch schwer zu schlagen. Aber keiner ist dabei, den wir an einem sehr guten Tag nicht biegen könnten.

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